Bewässerungssack vorgestellt

Bäume sind gerade für Städte extrem wichtig. Wenn sie alt und groß geworden sind, verbessern sie deutlich das Klima in den Bereichen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Auch bieten sie unzähligen Tieren einen Nistplatz und Nahrung. Doch jeder Baum fängt mit seinem Wachstum einmal sehr klein an. Frisch gesetzte Jungbäume benötigen besonders viel Pflege und Wasser. Aber auch ältere Bäume brauchen bei langen Dürretagen schon einmal Unterstützung. Dies gewährleistet ein Bewässerungssack.

Was ist ein Bewässerungssack?

Es handelt sich hierbei um einen leichten und mobilen Behälter in Sackausführung, der mit Wasser gefüllt wird und dieses gezielt und dosiert an die Wurzel des Baumes abgibt. Bewässerungssäcke gibt es in verschiedenen Größen und Formen, sodass sie zu jedem erdenklichen Baum passen. Die Wurzeln von Bäumen unterscheiden sich erheblich, weshalb es verschiedene Bewässerungssäcke geben muss. Sie bestehen aus extrastarkem, reißfestem PVC und PE. UV-beständig sind sie ebenfalls. Unterschiedliche Bewässerungssäcke eignen sich für sämtliche Bewässerungssituationen.

Wenn sie aufrecht stehen und ein Volumen zwischen 75 und 100 Liter haben, bewässern sie Jungbäume, deren unterer Stamm und die Wurzel eine Ausdehnung bis zu 30 Zentimeter erreichen.

Andere Modelle sind flach und liegen auf dem Boden. Damit können sie den großen Wurzelbereich von Flachwurzlern (viele Fichtenarten, Weiden, Hainbuchen und Banks-Kiefern) umschließen. Große Bewässerungssäcke verfügen über seitliche Reißverschlüsse, die beim Wachstum der Wurzel leicht geöffnet werden können, um noch ein wenig Spielraum zu erhalten. In der XXL-Ausführung dienen sie auch der Bewässerung von älteren Bäumen. Es genügt, sie auf den Wurzelraum zu legen.

Bewässerungssack am Baum

Wie funktioniert der Bewässerungssack?

Der Sack hat an seiner Unterseite sehr kleine Löcher, die das Wasser langsam und gleichmäßig austreten lassen. Es handelt sich hierbei also um eine Art der Tröpfchenbewässerung.

Der Bewässerungssack wird um den Stamm positioniert und/oder über den Wurzelbereich gelegt. Das Wasser sickert mehr oder weniger direkt auf den Wurzelbereich, der Baum kann es sofort aufnehmen. Mit dieser Bewässerungsmethode kann das Wasser nicht unkontrolliert abfließen, was beim üblichen Gießen häufig der Fall ist. Gerade bei sehr trockenem Wetter versickert es beim Besprengen mit dem Gartenschlauch oder dem Gießen mit der Gießkanne in benachbarte Bodenbereiche.

Ein zweiter Vorteil des Bewässerungssacks ist die Minimierung der Verdunstungsrate, denn er deckt die befeuchtete Bodenfläche ab. Damit kombiniert er maximale Effektivität mit dem Schonen der Ressource Wasser. Die Anwendung ist simpel:

  1. Im ersten Schritt wird der Bewässerungssack nicht zu fest um den Baumstamm gelegt.
  2. Mit dem Reißverschluss ist er nach dem Aufrichten zu stabilisieren.
  3. Sollte das betreffende Modell über Ösen als Diebstahlschutz verfügen, kommt an diese nun ein Vorhängeschloss.
  4. Nun wird der Bewässerungssack verfüllt, verschlossen und begossen.

Das Wasser tritt infolge der Schwerkraft aus den kleinen Löchern innerhalb der nächsten acht Stunden aus und verteilt sich langsam im Wurzelbereich. So ein Bewässerungssack hält durch sein UV- und witterungsstabiles, robustes Bändchengewebe viele Jahre durch. Sein stabiler Reißverschluss sorgt für eine ausdauernde Funktionalität. Natürlich kann das Gießwasser auch Flüssigdünger und weitere Boden- und Pflanzenhilfsstoffe enthalten. Damit lässt sich ein Bewässerungssack gezielt für bestimmte Düngungen und Pflanzenschutzmaßnahmen verwenden. Große XXL-Modelle ermöglichen die Vitalisierung eines älteren, vergreisenden Baumes. Gerade in diesem Fall enthält das Wasser entsprechend dosierte Dünge- und Aufbaumittel. Die Bewässerung und Düngung erfolgt damit schonend über einen längeren Zeitraum.

Was sind die Vorteile eines Bewässerungssacks?

Die heißen Sommer der letzten Jahre zeigen es: Lange Trockenperioden bis hin zur Dürre nehmen immer mehr zu. Sie gefährden das erfolgreiche Anwachsen neu gesetzter Bäume. Mit einem Bewässerungssack funktioniert es jedoch. Er ist flexibel anwendbar, leicht und mobil. Dabei versorgt er verlässlich und konstant den Jungbaum mit Wasser und Nährstoffen. Die Vorteile dieser Form der Baumbewässerung sind im Überblick:

  • gleichmäßige, punktgenaue Wasserabgabe in den Wurzelbereich
  • flexible Handhabung
  • leicht und transportabel
  • bei Bedarf mit Reißverschluss erweiterbar
  • integrierter Diebstahlstahlschutz
  • verfügbar in unterschiedlichen Größen und Formen
  • gleichzeitige Wässerung und Düngung
  • langlebig durch robustes Material

Durch diese vielen Vorteile setzen unter anderem Kommunen die Bewässerungssäcke ein, wenn sie Alleen neu bepflanzen. Das Konzept hat sich inzwischen umfangreich bewährt. Doch auch für den privaten Garten ist ein Bewässerungssack sehr hilfreich. Er kann nach dem Anwachsen eines Jungbaumes immer wieder neu verwendet werden.

Ist ein Bewässerungssack sinnvoll?

Wie sinnvoll das Anpflanzen eines Jungbaumes mit dem Bewässerungssack ist, erschließt sich, wenn wir uns die Funktion des Wassers für die Pflanze einmal näher anschauen. Es diffundiert in die Zellen und entwickelt in diesen einen gewissen Druck (sogenannter Turgor), durch den sie aufrecht stehen und gesund wirken. Wenn durch Hitze mehr Wasser verdunstet, als die Pflanze aufnehmen kann, sinkt der Turgor. Bei Bäumen ist das an schlaff herabhängenden frischen Trieben zu erkennen. Dieser Zustand darf keinesfalls zu lange anhalten, weil die Zellen sonst irreversible Schäden erleiden. Sie benötigen das Wasser für die Fotosynthese und den Aufbau der organischen Substanz. Nur so funktioniert das Wachstum und generell das Überleben einer Pflanze. Wasser transportiert außerdem alle Nährstoffe und Spurenelemente zu den Zellen der Pflanze.

Große, ältere Bäume überstehen allerdings auch eine etwas längere Dürreperiode, weil sie mit ihren Wurzeln auch aus größerer Tiefe oder (als Flachwurzler) aus weiter entfernten Bodenbereichen noch Wasser ziehen können. Doch die Wurzeln frisch gepflanzten Jungbäume sind erst schwach ausgeprägt. Hinzu kommt: In der Baumschule erfolgt eine Ballierung der Wurzel (Zusammenbinden zu einem Ballen), was ihr einen Teil ihrer Masse raubt. Daher entscheidet das erste Standjahr eines Jungbaumes, ob dieser überlebt. Er benötigt hierfür vor allem stets ausreichend viel Wasser in der Nähe seiner Wurzel. Dafür sorgt nun der Bewässerungssack. Forstwirte, Gärtner und Landschaftsbauer halten ihn für unverzichtbar und empfehlen ihn dringend.

Fazit

Jüngere Waldschadensberichte seit den Jahren 2018 belegen, dass immer mehr Bäume ihr erstes Lebensjahr nicht überstehen. Auch in Gärten und im städtischen Grün stellen wir die Folge der anhaltenden Trockenheit fest. Doch Bäume sind die wichtigsten Antagonisten gegen zunehmendes Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre, weil sie es aufnehmen und anlagern. Wir müssen daher ihr Wachstum fördern, wofür Gartenprofis heute Bewässerungssäcke nutzen.