Gardena Pressure Pump: Vorstellung und Test


Nach und nach zieht die Technik in den Garten ein und die Pressure Pump von Gardena will ein Teil davon sein. Es handelt sich dabei um eine smarte Pumpe die laut Herstellerangaben sowohl zur automatischen Hauswasserversorgung (beispielsweise für Toilettenspülung oder Waschmaschine) als auch für den mobilen Einsatz bei der Gartenbewässerung sich eignen soll.

Doch kommen wir erst einmal zu den technischen Daten. Die Gardena Pressure Pump hat eine Nennleistung von 1.300 Watt. Der maximale Druck soll bei 5,0 bar liegen, die maximale Förderhöhe bei 50 Metern und die maximale Selbstansaughöhe bei 8 Metern. Als maximale Fördermenge gibt der Hersteller 5.000 Liter pro Stunde an. Bei einem Test des IT-Magazins c’t in der Ausgabe 14 vom 24.06.2017 erreichte das Testsystem mit einem 1/2 -Zollschlauch eine Fördermenge von 1200 l/h. Doch schon der Austausch des Schlauchs zu einem 3/4-Zollschlauch erhöhte die Fördermenge auf 2000 l/h. Wie immer kommt es also bei diesen Herstellerangaben sehr auf das eigene Setting an.

Integriert ist in der Pumpe schon eine Filterkartusche, die gröbere Partikel aus dem Brunnenwasser zurückhält. Über insgesamt zwei Ausgängen kann dann das Wasser aus den Brunnen weitergeleitet werden. So kann man beispielsweise sowohl einen Gartenschlauch als auch eine Hauswasserinstallation parallel betreiben. Aufpassen muss man dabei nur, mit welchem Modus man die Pumpe betreibt. Es stehen zwei Modi bereit:

  1. Automatik-Modus: Dieser sorgt unter anderem dafür, dass die Pumpe bei Nichtbenutzung automatisch abschaltet
  2. Zeitgesteuerter-Modus: Hier kann man entsprechende Zeiten einprogrammieren

Wie für smarte Geräte inzwischen schon Standard, liefert auch bei der Gardena Pressure Pump eine App jederzeit aktuelle Statusinformationen. Darunter fallen beispielsweise:

  • Wasserdruck
  • Fördermenge
  • Statusmeldungen (z.B. Blockade der Saugeinrichtung oder Notabschaltung)

Das ist zwar alles ganz nett, für die Tester von c’t war das allerdings zu wenig. So kritisierten sie beispielsweise, dass die Gardena-App zwar Wetterinformationen aus dem Internet anzeigen würde. Das System selbst reagiert darauf aber nicht.

Fazit:

Ein smartes Bewässern des Gartens ist mit der Gardena Pressure Pump auch trotz ein paar kleineren Einschränkungen auf jeden Fall möglich. Die Hardware stimmt also, lediglich bei der Software hat Gardena noch etwas Nachholbedarf. Doch ein Wermutstropfen bleibt. Zum aktuellen Zeitpunkt (Juli 2017) ist die Pressure Pump mit rund 430 Euro bzw. rund 530 Euro für das Starterset mit einem Gateway vergleichsweise teuer. Wer noch nicht so viel Geld ausgeben möchte und auf die Smart-Anbindung an das Gardena-Systeme verzichten kann, der ist mit der identischen Gardena-Comfort-Pumpe 5000/5E für rund 200 Euro deutlich günstiger dabei.



Artikel zuletzt geändert am 02.07.2017